Ostseebad Loddin
Auf der Insel Usedom befindet sich auch das Ostseebad Loddin. Die Gemeinde liegt im Landkreis Ostvorpommern und hat eine Fläche von 5,92 km². Es leben hier rund 1000 Einwohner, so ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 178 Einwohnern je km². Aufgegliedert ist die Gemeinde in 3 Ortsteile. Urkundlich erwähnt wurde Loddin erstmalig im Jahr 1270 unter dem Namen Loddino. Dieser Name hat einen slawischen Ursprung und bedeutet soviel wie das Dorf an der Lachsbucht. Am 15. März 1270 wurde die Gemeinde die dem Bischof von Cammin gehört, mit fünf anderen Gemeinden von Herzog Barmin I. getauscht. Ende des 19. Jahrhunderts, versucht die Gemeinde sich im Tourismus zu etablieren. Carl Prutz ließ hierzu im Jahr 1896 das Hotel See und Wald, welche heute nicht mehr existieren, bauen. Zu den Hotelbauten wurde auch die Gründung des neuen Ortsteil Kölpingsee vorgenommen. Da es mehrmals zu heftigen Überschwemmungen kam, wurde im Jahr 1928 mit dem Bau eines Schutzdeiches begonnen.
In den 50er Jahren wurde der Strand um 300 m vorgelagert und eine 300 m lange Brandungsmauer errichtet. Diese wurde jedoch im Jahr 1954 bei einem Sturm zerstört und nie wieder aufgebaut. 1911 wurde ein Eisenbahnanschluss mit Haltestelle in Loddin errichtet. Dieser war für den Tourismus eine wichtige Maßnahme. Um 1920 war die Gemeinde ein Anziehungsort für viele Filmstars wie Anny Ondra und Willy Fritsch. Nach dem Mauerfall wurden die Hotels überwiegend privatisiert und es entstanden wichtige Therapiezentren für Kinder und Jugendliche. In einem der drei Ortsteile entstand ein Campingplatz mit über 300 Stellplätzen, der einen direkten Zugang zum Strand hat.